Neu und trickreich:
Bargeld-Gebühren mit Zeitsteuerung

Neu und trickreich:Bargeld-Gebühren mit Zeitsteuerung

ZEITPUNKT-MAGAZIN - Die Sparda-Banken sind die einzig verbliebene Bankengruppe, bei der die Kunden weiterhin kostenlos an ihr Geld kommen. Ganz gleich ob sie es am Schalter oder Automaten holen oder bei einer anderen Sparda-Bank.

Was früher überall kostenlos und üblich war, ist eindeutig auf dem Rückzug. Mehr als 800 Banken und Sparkassen vor Ort erheben mittlerweile Gebühren, wenn man an sein Geld will. Dies ist eines der Ergebnisse der jüngsten Marktuntersuchung des Verbraucherportals biallo.de, das fortlaufend die Konditionen von mehr als 1.300 Geldhäusern durchforstet.

Rund die Hälfte der Geldinstitute räumt dem Kunden pro Monat zwischen zwei und fünf kostenlose Abhebungen ein, bevor es ans Zahlen geht. Dann aber kräftig. So wie die VR-Bank Lausitz: Nach der fünften Abhebung bei einer anderen VR-Bank werden 4,50 Euro pro Buchungsposten fällig.

Gebühren fürs Geldabheben nehmen die meisten regionalen Banken und Sparkassen nur bei den günstigeren Filial- und Onlinekonten, nicht aber bei den Premiumkonten. Bei diesen Konten sind so gut wie alle Bankdienstleistungen zum Pauschalpreis zwischen 8,00 und 30,00 Euro enthalten. Aber auch nicht immer: Die Frankfurter Volksbank etwa nimmt 1,02 Euro pro Abhebung im VR-Bankennetz auch von den Kunden, die das teure Konto mit Pauschalabrechnung für 9,00 Euro im Monat haben.

Trickreich sind jene Banken, die ihre Gebühren neuerdings nach der Tageszeit ausrichten. Da nimmt die eine Bank die Bargeld-Gebühren immer außerhalb der Geschäftszeiten, also auch über Mittag, wenn ihre Türen geschlossen sind. Eine andere, die VR-Bank Passau, berechnet 0,35 Cent pro Abhebung von 17:00 bis 08:00 Uhr. Samstags und sonntags aber rund um Uhr.

Weitere Ergebnisse der Recherche mit interaktiver Landkarte sind unter folgendem Link abrufbar:

www.biallo.de/girokonto/news/bargeld

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