Elefanten-Zensus enthüllt
dramatische Populationsabnahme des Afrikanischen Steppenelefanten

Elefanten-Zensus enthülltdramatische Populationsabnahme des Afrikanischen Steppenelefanten

ZEITPUNKT-MAGAZIN – Wie beim Weltkongress für Naturschutz der IUCN angekündigt wurde, werden die Ergebnisse des Zensus weltweit in wichtige naturschutzpolitische Entscheidungen einfließen, um das Überleben der Afrikanischen Elefanten zu gewährleisten. Paul G. Allens Vulcan Inc. verkündete die alarmierenden Ergebnisse des Elefanten-Zensus  (Great Elephant Census, GEC) an - die erste panafrikanische Erhebung zu Steppenelefanten. Wie beim Weltkongress für Naturschutz der International Union for Conservation of Nature (IUCN) offenbart wurde, zeigt der GEC in 15 der 18 untersuchten Länder eine Populationsabnahme des Afrikanischen Steppenelefanten von 30 Prozent.(http://www.greatelephantcensus.com/)

»Das war eine außergewöhnliche Zusammenarbeit über Grenzen, Kulturen und Jurisdiktionen hinweg. Wir haben eine erfolgreiche Studie im großen Maßstab abgeschlossen und unsere erhobenen Daten sind extrem beunruhigend«, kommentierte Philanthrop und Vulcan-Gründer Paul Allen. »Aufgrund der Erkenntnis von dramatisch abnehmenden Elefantenpopulationen tragen wir eine gemeinsame Verantwortung dafür, etwas zu unternehmen, und wir müssen alle an der Erhaltung dieser legendären Spezies arbeiten.«

Mittels standardisierter Methoden für Datenerhebung und -validierung bestimmte der GEC über einen Zeitraum von zwei Jahren präzise die Anzahl und Verteilung der großen Mehrzahl von Steppenelefanten und bietet eine Ausgangsbasis für zukünftige Studien und Trendanalysen.

Die Endergebnisse zeigen:
- Die Population von Steppenelefanten nahm zwischen 2007 und 2014 um 30 Prozent ab (entspricht 144.000 Elefanten).
- Die aktuelle Abnahmerate beträgt 8 Prozent pro Jahr, hauptsächlich durch Wildern. Die Abnahmerate stieg von 2007 bis 2014 an.
- 352.271 Elefanten wurden in den 18 untersuchten Ländern gezählt. Diese Zahl repräsentiert mindestens 93 Prozent der Steppenelefanten in diesen Ländern.
- Vierundachtzig Prozent der untersuchten Population wurde in rechtlich geschützten Gebieten gesichtet, während 16 Prozent sich in ungeschützten Gebieten aufhielten. Dennoch wurden zahlreiche Elefantenkadaver in vielen geschützten Gebieten entdeckt, was darauf hinweist, dass Elefanten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Parks zu kämpfen haben.

»Wenn wir den Afrikanischen Elefanten nicht retten können, wie viel Hoffnung besteht dann, den Rest der afrikanischen Tierwelt zu erhalten?« sagte Mike Chase, GEC-Studienleiter und Gründer von Elephants Without Borders. »Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den richtigen Werkzeugen, Forschungen, Konservationsbemühungen und politischem Willen die Erhaltung der Elefanten in den nächsten Jahrzehnten unterstützen können.«

Mit einer Spende von über sieben Millionen USD hat Paul Allen mehr als eine beachtliche Menge an persönlicher Zeit und Bemühung investiert, um das Projekt zu fördern und zu verwalten, die Technologie zu schaffen und die Zensusergebnisse online zugänglich zu machen.

»Diese Projekt erforderte seit seinem Beginn im Dezember 2013 übermenschliche Anstrengungen seitens vieler Partner, wie die 81 Flugzeuge und 286 Mitarbeiter zeigen, die etwa 463.000 Kilometer flogen, um die Untersuchung abzuschließen«, erklärte James Deutsch, Naturschutzleiter bei Vulcan Wildlife. »Wir möchten die Zusammenarbeit und die entscheidenden Beiträge der Mitarbeiter der Wildlife-Abteilung in den 18 untersuchten Ländern sowie unserer führenden NGO Elephants Without Borders Anerkennung schenken, was auch den 90 Wissenschaftlern, unserem technischen Beratungsgremium und anderen NGO-Partnern gilt, ohne die dieses Unterfangen nicht möglich gewesen wäre.«

Neue Initiativen umschließen die Einführung eines Zensus für Waldelefanten in Regionen, in denen davon ausgegangen wird, dass Wilderei sich verheerend auf den Herdenbestand ausgewirkt hat und Populationsdaten dringend benötigt werden. Vulcan hat auch eine visuelle Datenplattform entwickelt, die Echtzeitinformationen für geschützte Bewirtschaftungsgebiete bietet. Das neue System kam als Pilotprogramm in Kenia zum Einsatz.

Zu guter Letzt veröffentlicht Paul Allen dieses Jahr zwei Filme, um ein breiteres Verständnis der Notlage von Afrikanischen Elefanten zu schaffen: »The Ivory Game« - ein Dokumentarspielfilm mit verdeckter Kamera, der die dunkle Welt des Elfenbeinhandels entblößen soll - und »Naledi: A Baby Elephant's Tale« - die wahre Geschichte eines Babyelefanten, der in einem Elefanten-Rehabilitationszentrum eines Programms in Botswana zur Welt kam und mit eins zur Waise wird.
The African Elephant Atlas (http://elephant-atlas.org)

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